Stephen Algie / Stefano Algieri - Tenor

Stephen Algie wurde 1960 geboren und seit seinem Operndebüt 1984 als Radames in Syracuse, New York, war sein Weg nach oben nicht aufzuhalten:

 

Eine erste wichtige Station seiner Karriere waren die Städtischen Bühnen Bielefeld. Hier stellte er sich 1984-1986 einem begeisterten Opernpublikum in Rollen wie Rudolf in LUSIA MILLER und Alvaro in DIE MACHT DES SCHICKSALS von Giuseppe Verdi, Marcel in LEBEN DER BOHEME von Ruggiero Leoncavallo und Johann von Leiden in DER PROPHET von Giacomo Meyerbeer vor.

 

Später erfolgte eine Namensänderung: Aus Stephen Algie wurde Stefano Algieri.

 

Hierzu sagte er:

 

"Ich habe meinen Namen nach der Saison von 1986 in >Stefano Algieri< geändert, was einfach mit 'Marketing' zu tun hatte. Schon 1984, als meine Karriere gerade erst begonnen hatte, erhielt ich Angebote, Wagnerrollen zu singen. Der Name >Stefano Algieri< hatte einen mehr italienischen Klang und war daher international akzeptabler um die Rollen zu singen, für die ich trainiert war. Ich war noch zu jung für die schwereren deutschen Rollen und benötigte Zeit, vorerst meine italienischen/französischen Rollen zu singen. Meine Lehrer(innen?) gehörten zur italienischen Schule, was an Farbe und Technik erkennbar war, aber die Leute sahen einen großen, blonden Tenor, der wahrscheinlich im deutschen Fach singen konnte. Ich wußte, daß es für meine Stimme falsch wäre, damit zu früh zu beginnen, denn ich brauchte Zeit, um in das Heldenrepertoire hineinzuwachsen."

 

1989 feierte er in der Titelrolle von Giordanos ANDREA CHENIER an der Opera du Rhin in Strasbourg und in Lyon große Erfolge. 1990 eroberte er Publikum und Kritik als Don Alvaro in der Originalversion von Verdis MACHT DES SCHICKSALS an der Scottish Opera im Sturm. Als Boris in Janaceks KATJA KABANOVA debütierte er an der neueröffneten Bastille-Oper in Paris. In dieser Rolle war er in der Folge auch an der Deutschen Oper Berlin zu hören. 1986 machte er ebenfalls als Boris sein erfolgreiches Debüt an der Wiener Staatsoper.

 

Weiteres war Stefano Algieri an den Opernhäusern von Amsterdam, Barcelona, Bielefeld, Bonn, Dublin, Düsseldorf, Duisburg, Essen, Leipzig, Lissabon, Tel Aviv, Köln, sowie an zahlreichen nordamerikanischen Bühnen wie der New York City Opera und der Miami Opera in den Vereinigten Staaten und den Opernhäusern von Toronto, Edmonton, Winnipeg in Kanada, und in San Juan und Puerto Rico zu hören.

 

In Inszenierungen von Christopher Alden, John Dew, Götz Friedrich, Joachim Herz, Nicolas Joel, Günter Krämer, Yuri Lubimov, Lotfi Manouri, Elijah Moshinsky und Uwe Wand hat Algieri u. a. mit Dirigenten wie Dennis Russell Davies, Raphael Frühbeck de Burgos, Antonio Guadagno, Leopold Hager, Jiri Kout, John Mauceri, Uwe Mund, Rico Saccani, Ulf Schirmer, Michelangelo Veltri und Johannes Wildner zusammengearbeitet.

 

Stefano Algieri spricht neben seiner Muttersprache fließend Italienisch, Deutsch, Französisch und Bulgarisch und besitzt Grundkenntnisse in schwedischer, tschechischer und russischer Sprache, in denen er auch schon gesungen hat.

 

Neue Rollen in Stefano Algieris Repertoire sind Bacchus in ARIADNE AUF NAXOS von Richard Strauss, Florestan in Beethovens FIDELIO, Samson in SAMSON UND DALILA von Saint-Saens, sowie die Titelpartien in Wagners TANNHÄUSER und LOHENGRIN. Im April 2001 hatte er am Staatstheater Saarbrücken sein sensationelles Rollendebüt als Tristan in TRISTAN UND ISOLDE von R. Wagner.

 

Im September 2001 debütierte er am Theater in Bielefeld in der Titelrolle des OTELLO von G. Verdi und erhielt hervorragende Kritiken. Im März 2002 sang er mit großem Erfolg den Waldemar in Schönbergs "Gurre-Liedern". Als Tristan stand er im Mai 2002 am Prager Nationaltheater unter Jiri Kout auf der Bühne.

 

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