Burg Ravensberg

Die Burg Ravensberg ist heimatlicher Identifikationspunkt in der Region. Die erste Burg der Ravensberger Grafen, die Ravensburg oder auch Burg Ravensberg, ist heute eine Ruine. Die Außenanlage ist jedoch noch teilweise erhalten, das heutige Forsthaus wurde später errichtet. Der Gang auf die Burg lässt zunächst nichts über die Größe der Burg vermuten. Erst der Gang um die äußere Burganlage gibt den wahren Eindruck der Ausmaße wieder. Die Anlagen sind ganzjährig frei zugänglich. Die Form des Turmes stellt eine Besonderheit dar.

 

In einer Urkunde aus dem Jahre 1141 werden erstmals “Grafen von Ravensberg” erwähnt. Die gräfliche Burg lag auf einem südlichen Vorberg des Osning und beherrschte als Wehrfeste den Pass durch den Teutoburger Wald bei Holthusen, dem heutigen Borgholzhausen. Die Burg spielte bis zum Tode des letzten Grafen Bernhard im Jahre 1346 eine herausragende Rolle im Ravensberger Land und darüber hinaus.

 

Nachdem die Burg – mittlerweile Sitz eines Drosten – im Jahre 1673 bei einem Angriff des Bischofs von Münster im Bombenhagel weitgehend zerstört worden war, wurde der Verwaltungssitz der Drostei verlegt.

 

Die Burg verfiel mehr und mehr. Erst in den 1830er Jahren gelang es, den weiteren Verfall der Burgruine nachhaltig zu stoppen. Damals engagierte sich der Oberpräsident der Provinz Westfalen Ludwig von Vincke selbst für den Erhalt der Burg und die Errichtung einer Aussichtsplattform auf dem Turm. Über tausend Taler wurden gesammelt, sodass die Burg fortan als beliebtes Ausflugsziel dienen konnte. Das im Jahre 1868 neu errichtete Forsthaus auf der Burg – Wilhelm I. hatte auch zu diesem Bau einige tausend Mark zur Verfügung gestellt – sollte die Attraktivität der Burg nochmals steigern.

 

Seit September des Jahres 2004 ist die Burg Eigentum der unselbständigen "Stiftung Burg Ravensberg", die dem Erhalt des Denkmals verpflichtet ist.