Deutsches Haus

Großartige Feste feierte man in Halle im Saal des Hotels "Deutsches Haus". Das Festessen zum Geburtstag des Kaisers 1901 und die 300-Jahrfeier der Zugehörigkeit Minden-Ravensbergs zu Preußen 1909 fanden hier statt.

 

Der Gastwirt Johann Heinrich Simon eröffnete 1831 den ersten Schankbetrieb in diesem Haus am Lindenplatz (Lange Straße 43, gegenüber der Einmündung Bahnhofstraße). Er war Diener und seine Frau war Köchin auf Öffnet internen Link im aktuellen FensterSchloss Steinhausen gewesen. Sein Sohn erweiterte die Schankwirtschaft um ein Hotel. Da ein Nachfolger fehlte, übernahm 1901 Fritz Hackemeyer das Hotel und brachte es zur Blütezeit.

 

Der neue Saal bot die Möglichkeit zu großen Festlichkeiten: Konzerte, Festessen, Vereinsfeierlichkeiten und Hochzeiten. Der Saal war ein Treffpunkt der Haller Gesellschaft.

 

Dann aber kamen Rückschläge: Im Ersten Weltkrieg belegte das Militär das Hotel. Der Saal wurde arg in Mitleidenschaft gezogen. Nach Kriegsende wurde der Saal in sieben zusätzliche Zimmer aufgeteilt.

 

Sommergäste aus dem Rheinland und Geschäftsreisende zählten zu den Stammgästen. Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges quartierten sich die englischen Besatzungssoldaten im Deutschen Haus ein.

 

Da die Eigentümer (eine Erbengemeinschaft) nicht die notwendigen Investitionen zur Weiterführung des Hotels vornehmen wollten, wurde das Haus verkauft und im Juli 1958 abgebrochen.

 

Quelle: Öffnet externen Link in neuem FensterHaller ZeitRäume/Stadtarchiv HalleWestfalen mit freundlicher Genehmigung