Das Postamt

Die erste Haller Poststation befand sich bis 1800 im Gasthof Groppe auf dem heutigen Kluck-Platz. Ein nebenamtlicher “Postexpediteur” hatte dort seinen eigenen Dienstraum (heute Bahnhofstrasse 7). Dort konnte man seine Post abholen oder aufgeben und das Porto in bar bezahlen. Es gab noch keine Briefmarken.

 

 

Nach 1865 gab es eine hauptamtliche Postmeisterei, die an verschiedenen Orten untergebracht war. Unter anderem im Gasthof Wiegand an der Langen Strasse. 1867 war Halle dann auch mit dem Telegrafenamt in Bielefeld verbunden. Durch diese Verbindung hatte man dann Anteil an den Neuigkeiten der damaligen Welt. 1873 reichte der Telegrafen-Draht bis nach Münster, 1894 erst bis Osnabrück.

 

1899 konnte dann das Postamt an der Bahnhofstraße bezogen werden. Der renomierte Salzufler Architekt Fritz Seiff (1852-1900) war Bauherr und für lange Zeit auch Eigentümer des Gebäudes, dessen Turm der Bündelung der zu erwartenden Fernsprechdrähte diente. Erst 1926 wurde das Gebäude von der Post gekauft. Der Fernsprechverkehr wurde übrigens 1901 mit 20 Anschlüssen eröffnet.