Schloss Holtfeld

Das Wasserschloss Holtfeld wurde erstmals um 1350 erwähnt und war lange im Besitz der Herren von Wendt. Das Herrenhaus aus dem Jahr 1602 zeigt prächtige Giebel. Das Schloss ist in Privatbesitz.

 

Dieses Schloss wurde erstmals 1380 in einem Osnabrücker Lehnsregister erwähnt; die Herren von Todrank, die auf der Burg Ravensberg ansässig waren galten als Besitzer. 1497 starb dieses Geschlecht aus und durch die letzte Erbtochter fiel das Schoss an die Reichsfreiherren von Wendt, die das Schloss bis 1863 bewohnten.

 

In dieser Zeit entstand von 1599 bis 1602 das Herrenhaus im Renaissance-Stil. Das Herrenhaus (1599-1602) ist ein wuchtiger Giebelbau mit einem quadratischen Eckturm und prächtigen Volutengiebeln. Am südlichen Schaugiebel befinden sich Lisenen und Gebälkstreifen in Formen der Horster Baugruppe verbunden mit Motiven der Weserrenaissance. Es gibt eine malerische Fassadenaufteilung mit dem Erker an der Westseite. Über dem Eingang liegen zwei prachtvolle Wappensteine des Erbauers Wendt-Ense (1599).

 

Das Schloß verfügt über zwei Torhäuser, das Innere mit bossierter Rundbogendurchfahrt, Nischenplastik und Wappen ist von 1632 und das Portal ist rundbogig und mit Quadern eingefasst. Das Äußere ist ein quadratischer Pavillon von 1705, das Portal wird von einem Korbbogen geziert und trägt Wappentafeln zwischen langgestreckten Wirtschaftsgebäuden von 1660, zum Teil in Fachwerk. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts gestaltete man die Anlage um.

 

1863 erbten die Grafen von Marchang-Ansembourg das Schloss und 600 Morgen Land. Die Grafen gaben das Schloss an eine Seitenlinie, die es an die Grafen von Galen verkauften. Von Galen hatten jedoch nicht die Mittel, das Schloss instand zu setzen und sie verpachteten das Schloss. 1936 kauften die Grafen von Korff-Schmising zu Tatenhausen das Gebäude.

 

In den 1930er Jahren war das Gebäude stark verfallen und konnte nicht bewohnt werden. nach der Renovierung 1936 zog hier die Landwirtschaftsschule ein. Nach der Nutzung als Lungenheilstätte wurde das Schloss bis 1977 als Hotel betrieben. Dann wurden in den Nebengebäuden Eigentumswohnungen geschaffen, das Schloss dient heute als Büro, Ausstellung und Wohnung.